Constantino Sordini

Von Ester Sordini.

Du bist nicht mehr unter uns aber,ich möchte Dir ein Brief schreiben. Ich bin in Thüringen gewesen, um die Orte zu finden worüber Du geschrieben hast in deinem Tagebuch 1944-45.

Ich zitiere:

“Wir sind hier keine Menschen,wir sind wie Hunde, noch schlimmer, wie Schweine, gezwungen Kartoffelhaut und Essensreste in Müll zu suchen, immer mit viel Angst geschnappt zu werden und somit getötet zu werden wie, bei viele andere schon geschehen ist.”

Ich habe die Lager gesehen ,die wunderbare Natur wie die Apfelbäume und viel Grün, wo Du mit andere Kumpeln sehr gelitten hast, und wo Ihr die Hölle erlebt habt.

Ich habe die Löwen Apotheke in Kahla gesehen.Der damaliger Apotheker, Joachim Karsten ,ein Held für mich,hatte sich verweigert der SS Zyankali-Gift zu verkaufen.Damit wollte die SS euch alle töten um keine Zeugen an die USA (genannt auch Onkel Tom) zu hinterlassen, die schon ganz nahe an Kahla angekommen waren. Im Lager von Kahla und Orlamünde (wo Du gearbeitet hast) wurden Flugzeuge gebaut “die Düsenjäger”. Ich habe erfahren, von der Georg Potzler, der sich verweigert hatte euch alle in die Luft zu sprengen in einer der viele Tunnels von euch gegraben. Er ist für mich auch ein Held.

Lieber Tino, ich bin sicher, dass Du das alles nicht gewusst hast. Dort war alles sehr streng geheim.Danke diese mutige zwei Menschen seid Ihr, Du und ein paar andere Kumpels, zu Fuß, für mehrere Tage Richtung Freiheit gelaufen.

Danke lieber Gott, du bist im Juni 1945 nach Hause angekommen.Du warst so dünn ,Haut und Knochen, aber Lebendig.

Wir alle waren so froh Dich wieder zu haben. Über diese furchtbare Zeit hast Du nie reden wollen.

Wir fanden dein Tagebuch und wir werden ihn wie eine Reliquie behalten.

Ciao, Deine Schwester Ester

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