Grusswort der Botschaft der Republik Lettland

Grußwort der Botschafterin der Republik Lettland in der Bundesrepublik Deutschland lnga Skujina anlässlich der Gedenkfeier am 13. April 2021

Fast ein halbes Jahrhundert konnte Lettland seiner Kriegsopfer nicht angemessen gedenken. Im zweiten Weltkrieg wurde Lettland drei Mal abwechselnd von der Sowjetunion und Nazideutschland besetzt, die Einwohner Lettlands völkerrechtswidrig in den jeweiligen Streitkräften eingezogen und als Zwangsarbeiter missbraucht. Im Zweiten Weltkrieg verlor Lettland seine Staatlichkeit und etwa einen Drittel seiner Einwohner.

Wir sind dankbar und wissen es zu schätzen, dass der Saale-Holzland-Kreis, wie auch der Förderverein „Mahn- und Gedenkstätte Walpersberg” e.V. sich unermüdlich für das Gedenken der Opfer einsetzen und unter den vielen europäischen Nationen auch lettische Staatsangehörige namentlich ermittelt haben, die im ehemaligen NS-Rüstungswerk „REIMAHG” umgekommen sind.

Dieses Jahr können wir am 13. April nicht zusammen sein, doch in unserem Namen wird an der Gedenkstätte ein Kranz niederlegt, wir werden bei uns eine Kerze anzünden und im Geiste gemeinsam mit Ihnen dieser Opfer gedenken.

Mit stillem Gruß lnga Skujina
Botschafterin der Republik Lettland

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